Weltwunder der Erde

Zeus-Statue des Phidias

Zeus Statue Jeden vierten Sommer zogen junge Athener, junge Spartaner und viele andere junge Männer aus allen Teilen Griechenlands nach Olympia um entweder persönlich an den Olympischen Spielen teilzunehmen oder sich an dem großen Fest zu berauschen. Im Jahr 776 v. Chr. fanden die ersten Olympischen Spiele in Olympia statt, danach folgten sie alle 4 Jahre bis 393 n. Chr.

Waren am Anfang die Olympischen Spiele eher für die „Lokalmatadoren“ aus den nächsten Dörfern, mauserte sich das Fest bald zu einem großen Ereignis in Griechenland, dem auch politisch einiges an Bedeutung zukam. Es reisten nun nicht nur die besten Athleten aus dem ganzen Land an, sondern auch die Wettkampfstätte verbreiterte sich. Händler schlugen ihre Verkaufsbuden auf, die Zuschauer übernachteten in Zelten und auch immer mehr Statuen, Altäre und Tempel waren zu finden.

Zeustempel Im Jahr 470 n. Chr. kam dann ein großer Spendenaufruf an Arm und Reich für den Bau eines riesigen und gewaltigen Zeustempel. Und das Geld floss und das nicht nur in barer Münze. Kunstschätze, Waffen, Schmuck und andere Wertgegenstände wurden großzügig gespendet, sodass der Bau des Tempels beginnen konnte. Im dorischen Stil errichtete der Baumeister Libon den Zeustempel dann zwischen 470 v. Chr. und 456 v. Chr. Erbaut wurde der Tempel auf einen künstlich angelegten 1 m hohen Hügel. Er war 28 Meter breit und 64 Meter lang, sowie 20 Meter hoch. Er zählte somit zu den bedeutendsten Bauwerken der frühklassischen Architektur. Auf diesem Unterbau befanden sich 34 Säulen, je 6 an der Front sowie je 13 Säulen an der Längsseite. Die Höhe einer solchen Säule betrug etwa 10,53 Meter. Mit diesen Maßen war der Zeustempel von Olympia der größte Tempel auf der Peloponnes, mit Ausnahme eines Tempels in Korinth.

Zeus Statue Münze Innerhalb der Ringhalle lag mittig die Cella, der Kulturraum der unter anderem die Statue des Zeus beinhielte. Die Statue des Zeus ist das einzig überdachte Weltwunder der Antike. Zwar wurden die Zeus Statue 475 n. Chr. wahrscheinlich in Konstantinopel durch ein Feuer zerstört, dennoch weiss man ziemlich gut über ihr Aussehen Bescheid. So kann man sich nicht nur von griechischen und römischen Münzen ein Bild von der imposanten Statuen machen, es gibt auch zahlreiche präzise Beschreibungen.

Zeus Statue Geschaffen hatte die Zeusstatue der Bildhauer Phidias, der unter anderem auch maßgeblich am Bau und an den Bildhauerarbeiten auf der Akropolis beteiligt war. Phidias der um 500 v. Chr. in Athen geboren ist gilt als größte Bildhauer der Antike. Er arbeitete bis an sein Lebensende circa 430 v. Chr. an der Zeus-Statue, die sein größtes Meisterwerk darstellte. Mit zwei Gehilfen soll Phidias die Statue circa 80 Meter entfernt vom Tempel in seiner Werkstatt, die ihrer Ausmaße genau der Cellar entsprach, errichtet haben. Von dort aus schaffte er die rund 12 Meter hohe Statue wahrscheinlich in Einzelteilen in die Cella und baute sie dort wieder zusammen.

Die Statue zeigt Zeus wie er in einem Armsessel in weiser Haltung in der linken Hand ein Zepter als Zeichen seiner Macht hält. Darauf saß ein Adler, ein heiliger Bote. In der rechten Hand befand sich die geflügelte Siegesgöttin Nike, die nicht zufällig an die uns bekannten Engel erinnert. Auf dem Kopf trägt Zeus ein Olivenzweig als Krone, wie ihn die olympischen Spieler als Siegespreis erhielten. Unter seinen Füßen ruhen zwei Löwen die ein Schemel trugen auf dem er stand, dazwischen besagte eine Inschrift: Phidias, Sohn des Charmides aus Athen, hat mich geschaffen. Das Gerüst des Zeus bestand aus Eisen, Holz und Gips. Diese "Grundbasis" bzw. im Besonderen die unbekleideten Körperpartien wie z.B. Hände, Gesicht, Arme und Füße wurde mit Elfenbein beschichtet. Die Haare, das Gewand und die Sandalen sollen aus Gold gewesen sein. Die Augen waren vermutlich aus faustgroßen Edelsteinen.

Zeus Statue
Zeusstandbild im Zeustempel - Rekonstruktion
Jacques MARTEL - HARNOIS
virtuhall.com


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